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Antifa distanziert sich von Brandanschlag
29.11.2007
Wismar In der Nacht vom 25. zum 26. November wurde ein Brandanschlag mit einem sogenannten Molotow-Cocktail auf einen rechten Wismarer Szeneladen am Spiegelberg der Hansestadt verübt (die OZ berichtete). "Dabei kam glücklicherweise niemand zu Schaden", teilt die Gruppe Antifa Wismar mit und schreibt weiter: "Durch unsere bisherige politische Auseinandersetzung mit der rechten Szene und insbesondere auch ihren Geschäften und Projekten liegt es nahe, dass Außenstehende vermuten könnten, die Antifa Wismar sei in Planung und Ausführung dieses Brandanschlages involviert gewesen." "Wir als Antifa Wismar distanzieren uns deutlich von den Geschehnissen in der Nacht vom 25. zum 26. November 2007", schreibt Silvio Maifeld, Pressesprecher der Antifa Wismar. "Ein derartiges Vorgehen kommt für uns angesichts der baulichen Zustände im Altstadtbereich nicht in Frage, da bei ,richtiger´ Zündung des Brandsatzes und ein weniger schnelles Eingreifen eines Zeugen die Gefährdung von Bewohnern und Anwohnern unumgänglich ist", ist der Standpunkt der Mitglieder dieser Gruppe.
In der Pressemitteilung heißt es weiter: "Jegliche Racheaktionen der rechten Szene gegen alternative Personen, Gebäude und/oder Strukturen werden wir jedoch nicht tatenlos hinnehmen." Silvio Maifeld weiter: "Wir haben schon einmal relativ kurzfristig eine lautstarke Demonstration durch die Hansestadt Wismar organisiert, dies würden wir als Reaktion auf entsprechende Gewaltakte jederzeit wieder machen. Ein Zurückhalten der Demonstrationsteilnehmer bei rechter Provokation wäre dann um einiges schwieriger." Aus welcher politischen Richtung der Anschlag gekommen war, dazu hatte die Polizei noch keine näheren Erkenntnisse. P. M.
Ostseezeitung-Wismar
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