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Wendung im Fall Bargischow
15.11.2007
Bargischow (AW). Im Fall der Nutzung des Bargischower Jugendclubs durch rechtsextreme Jugendliche gibt es eine neue Wendung: Niemand anderes als die Gemeinde Bargischow hat die Schlüsselhoheit und Entscheidungsbefugnisüber den Jugendclub im Ort. Das zumindest ist der Standpunkt der Verwaltung des Amtes Anklam Land. Damit widerspricht das Amt Aussagen des Bargischower Bürgermeisters Karl-Heinz Thurow, der nach eigener Auskunft vor zwölf Jahren das "Nutzungsrecht" für den Jugendclub an "Jungs" aus dem Ort übertragen habe.
"Es gibt keinen Vertrag", sagte gestern Hauptamtsleiterin Heidelore Weitmann. Sie sei vor zwölf Jahren selbst bei der betreffenden Sitzung dabei gewesen. Damals sei einem jungen Gemeindevertreter der Schlüssel und die Aufsicht über den Jugendclub mündlich übertragen worden. Der betreffende Mann wohne aber längst nicht mehr in Bargischow. Wenn der Bürgermeister jetzt sage, das Nutzungsrecht liege bei den "Jungs", sei das falsch.
Wie berichtet, treffen sich im Jugendclub nachweislich Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung Heimatbund Pommern. Den Schlüssel für den Jugendclub hat nicht die Gemeinde, sondern ihn verwalten Anwohner des Clubs.
Nordkurier-Anklam
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