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Anklam entschieden gegen NPD-Zentrum

24.08.2007

Anklam/Schwerin (AS). Die Stadtvertreter und der Bürgermeister von Anklam haben die Einrichtungen eines NPD-Schulungszentrums in der Hansestadt entschieden abgelehnt. In einer überfraktionellen Erklärung, die gestern verabschiedet wurde, wird zugleich auf die negativen Auswirkungen für das Ansehen der Stadt durch das Agieren der NPD verwiesen. Hintergrund ist der Erwerb eines Kaufhauses in Anklam durch zwei bekannte Neonazis. In der Erklärung heißt es, die populistischen und provokanten Parolen und Aktionen der NPD vor Ort stellten "definitiv keine Alternativen dar - ganz im Gegenteil. Die NPD will die freiheitliche demokratische Grundordnung beseitigen". Die NPD wird in dem gemeinsamen Schriftstück von CDU, Linke, SPD und zwei Bürgerlisten als "hochgiftiges Gebilde, welches den Nationalsozialismus verherrlicht und damit die Freiheit und eine friedliche Zukunft gefährdet", bezeichnet. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region werden aufgefordert, sich kritisch mit den Zielen der NPD auseinander zu setzen.

Die Stadt will die Erklärung als Flyer drucken und allen Haushalten in Anklam über den Anzeigenkurier zukommen lassen. Zudem soll der Flyer in Geschäften, Banken und anderen öffentlichen Einrichtungen ausgelegt werden.

Die Landtagsfraktionen der SPD und der Linken wollen auf getrennten Klausurtagungen in der kommenden Woche unter anderem über den Umgang mit der rechtsextremen NPD beraten. Die Sozialdemokraten kommen von Mittwoch bis Freitag in Stralsund zusammen, wie die Fraktion gestern mitteilte. Gast soll SPD-Bundesgeschäftsführer Olaf Scholz sein. Die Linksfraktion trifft sich von Montag bis Mittwoch in Plöwen (Uecker-Randow).

Nordkurier

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::Presse::

12.03.2010 [NK]
Weniger rechte Gewalttaten im Nordosten registriert / 2009 sind der LOBBI -Beratungsstelle für Beroffene rechter Gewalt in MV- 79 Fälle mit insgesamt 136 Betroffenen bekannt geworden

11.03.2010 [npd-b]
Neonazi-Zeitungen: Der Bock schockt, der Bote wirkt / Neonazis haben in Norddeutschland zwei neue Zeitungsprojekte gestartet. Besonders viel Aufmerksamkeit erreichten sie damit in Hannover, wo der "Bock - das Sprachrohr der Gegenkultur" verteilt wurde. Ein neues Neonazi-Regionalblättchen in Mecklenburg-Vorpommern sorgt hingegen für keine Schlagzeilen. Dabei erscheint das Projekt ambitionierter.

11.03.2010 [OZ]
Kundgebung gegen rechte Gewalt / Die Kundgebung unter dem Motto "Rechter Gewalt offensiv entgegentreten" findet am 15. März um 17 Uhr vor der Staatsanwaltschaft in der Doberaner Straße in Rostock statt

11.03.2010 [LN]
Schlägerei auf Bahnhofsvorplatz in Schwerin / Schläger skandiert Hitlergruß und zeigt Hakenkreuztätowierung

11.03.2010 [OZ]
Rechte feierten in Sassnitz / Richtigstellung in Ostseezeitung

11.03.2010 [OZ]
Jüdisches Leben / Vortrag und gespräch heute um 18 Uhr im Bad Doberaner Gymnasium

11.03.2010 [NK]
Polizei will am Golm Präsenz zeigen / Die Polizei rechnet im gesamten Usedomer Süden mit Aktivitäten von Rechten

10.03.2010 [op]
Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt in den ostdeutschen Bundesländern veröffentlichen Jahresstatistik 2009 / Für das Jahr 2009 haben sieben Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in den östlichen Bundesländern und Berlin insgesamt 739 rechts-motivierte Gewaltdelikte mit 1.669 Betroffenen registriert. Das sind weniger als in den drei vorangegangenen Jahren, liegt aber deutlich über den Werten für die Jahre 2003 bis 2005.

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