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Landkreis prüft Schritte gegen mögliches NPD-Zentrum in Anklam
21.08.2007
Anklam (OZ/dpa) Der Landkreis Ostvorpommern will rechtliche Möglichkeiten prüfen, um die Etablierung eines NPD-Zentrums in der Kreisstadt zu verhindern. (OZ berichtete) In einem Gespräch zwischen Kreisverwaltung und dem Bürgermeister der Stadt Anklam, Michael Galander (parteilos), habe man mögliche Schritte diskutiert, sagte Galander nach dem Treffen. So könne durch Verweigerung einer Nutzungsänderung für die derzeit als Möbelstudio genutzte ehemalige Kaufhalle der Aufbau eines NPD-Schulungszentrums verhindert werden.
Nach Angaben des Sprechers des Landkreises Ostvorpommern, Christoph Krohn, kann eine Nutzungsänderung verweigert werden, wenn beispielsweise städtebauliche Belange dieser Änderung entgegen stehen. Bisher liegen laut Galander von den neuen Eigentümern noch keine Anträge auf Nutzungsänderung vor. Zwei Angehörige der Neonazi-Szene hatten bei einer Zwangsversteigerung ein Möbelkaufhaus in Anklam für 17 000 Euro von der Sparkasse Vorpommern erworben. Der Verkauf ist nach Angaben der Sparkasse nicht rückgängig zu machen.
Inzwischen hat die NPD Medienberichten zufolge angekündigt, in der Kaufhalle statt eines Schulungszentrums eine Bibliothek einrichten zu wollen. "Das halte ich für einen provokativen Akt. Unter dem Deckmantel von Lesungen würde auch in einer Bibliothek rechtsextremes Gedankengut verbreitet werden", sagte Galander.
Ostseezeitung
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