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22.12.2004
Dokumentation über Ende des Krieges - Antifaschisten bereiten Jubiläums-Jahr vor

Waren (die). 2005 ist für die Mitglieder des Bundes der Antifaschisten Waren/Röbel e. V. (BdA) ein ganz besonderes Jahr. Vor 60 Jahren wurde Europa vom Faschismus befreit. Auf der Mitgliederversammlung wurde beraten, wie dieses Jahr gestaltet werden soll. "Im Januar gibt es eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Kreistag, auf der an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnert wird", berichtet Peter Hamann, Kreisvorsitzender des BdA.

Im April kommen etwa 120 französische Überlebende des Todesmarsches vom Konzentrationslager Sachsenhausen in die Gedenkstätte nach Below. "Zu diesem Jubiläum werden wir die meisten wohl das letzte Mal bei uns haben", schätzt Peter Hamann ein. Immerhin sei die Mehrzahl der Kameraden schon über 80 Jahre alt.

Schon seit einiger Zeit arbeiten die Mitglieder des Bundes an einer Dokumentation über das antifaschistische Erbe im Müritzkreis. Darin sollen alle Gedenkstätten enthalten sein, die es in der Region gibt. Diese Broschüre ist für Schulen, aber auch Touristinformationen gedacht. Noch warten die Frauen und Männer vom BdA auf den Fördermittelbescheid.

Zusammen mit der Friedrich-Dethloff-Schule in Waren ist ein Projekt entwickelt worden, das an den ersten nationalsozialistischen Hochverratsprozess 1934 in Waren erinnern soll. Die Schüler sammeln Material, stöbern in Archiven und versuchen, Zeitzeugen zu finden. Einer der Angeklagten war übrigens Paul Hamann, der Vater des heutigen BdA-Kreisvorsitzenden. Er wurde damals zu 28 Monaten Haft verurteilt, die er im Zuchthaus Dreibergen verbringen musste. Ein weiteres Projekt der Schüler, die von ihrer Lehrerin Silvia Prill unterstützt werden, ist eine Dokumentation über das Ende des Zweiten Weltkrieges in Waren.

Nordkurier-Waren

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