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26.11.2003
NS-Vergangenheit thematisiert - Ausstellung über Erinnerungsorte wird um 14 Uhr offiziell eröffnet
Anklam (aw). Heute wird die Ausstellung "Nicht nur Prora ! Erinnerungsorte Mare Balticum: Alte Rehse - Prora - Peenemünde" in der Aula der Käthe-Kollwitz-Schule in Anklam eröffnet. Sie wird von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Prora Zentrum, der Stadt Anklam, dem Verein Politische Memoriale und dem Mobilen Beratungsteam Greifswald organisiert.
Dass die Wanderausstellung allerdings in Anklam zu sehen ist, geht auf eine Begegnung im März 2002 zurück. Damals fand gerade das Landesgedenkstätten-Seminar in der Peenestadt statt und Wilfried Hornburg, Kultur-Sachgebietsleiter in Anklam, zeigte den Teilnehmern den russischen und jüdischen Friedhof sowie das Wehrmachtsgefängnis. Mit dabei waren auch Vertreter des Vereins Politische Memoriale, die die jetzige Ausstellung präsentieren. Damals sei die Idee entstanden, die Dokumentation auch nach Anklam zu bringen, erklärt Wilfried Hornburg.
Nun hoffe er, dass sich viele Interessenten und vor allem Schulklassen finden, die Dokumentation über das einstige "Kraft-durch-Freude-Bad" Prora, die ehemalige Heeresversuchsanstalt Peenemünde und die berüchtigte Reichsärzteführerschule in
Alt Rehse sehen möchten.
Morgen bietet die Landeszentrale für politische Bildung ab 9 Uhr ein Seminar zur Einführung in die Ausstellung in der Käthe- Kollwitz-Schule an. Außerdem wird parallel zur Ausstellung ein Begleitprogramm angeboten. Dazu gehört auch die Filmvorführung von Jörg Herrmanns "Peenemünde War Requiem" mit anschließender Diskussion am 2. Dezember ab 15 Uhr.
Nordkurier-Anklam
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