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25.11.2003
Erinnerung an die Gewalt am Sonnenblumen-Haus - Elf Jahre danach: Rostocker Ausstellung im Güstrower Kreishaus

Güstrow/Bützow. Mit der Eröffnung der Ausstellung "Von Menschen, Ansichten und Gesetzen - Rostock-Lichtenhagen elf Jahre danach" begann gestern im Kreishaus die Anti-Gewalt-Woche im Landkreis. Die Wanderausstellung der Rostocker Bürgerinitiative "Bunt statt braun" beleuchtet nicht nur die Angriffe auf das "Sonnenblumen-Haus" 1992, sondern auch die vielfältigen Reaktionen in der Hansestadt nach den Anschlägen. So entstanden Projekte zur Integration von Migranten, für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit.

"Hier wird die politisch motivierte Gewalt gezeigt", erklärt Roswita Dargus, Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte des Kreises. Im Laufe der Woche konzentrieren sich die Veranstaltungen vor allem auf häusliche Gewalt. Morgen um 18 Uhr sind Kinder und Eltern zu einem Laternenumzug mit afrikanischen Live-Trommeln von Rupantara Fabian durch Güstrow eingeladen. Begleitet wird der Laternenumzug von der Schirmherrin Karin Schmidt (PDS), Mitglied des Landtages und Kreistagspräsidentin.

Kommenden Freitag gestalten neun Realschulen in Güstrow und Teterow einen Projekttag zum Thema Gewalt im Schulalltag. Sie arbeiten dabei am Schülervideo "Warum?" der Kopernikusschule Bützow. Die Anti-Gewalt-Woche wird seit 1998 in Güstrow veranstaltet. Anlass ist immer der 25. November, der internationale Tag "Nein zu Gewalt an Frauen!"

Jens Griesbach

Schweriner Volkszeitung-Bützow

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