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21.11.2003
Politisches Motiv immer wahrscheinlicher - Ermittlungsstand nach Brand in Baustraße

Güstrow. Ein politisches Motiv hinter dem versuchten Mord beim Wohnhausbrand in der Güstrower Baustraße am 10. November (SVZ berichtete) erhärtet sich immer mehr. "Der Geschädigte hat ausgesagt, dass man sich über politische Dinge nicht einig war und es deshalb zum Streit kam", so gestern Polizeihauptkommissarin Yvonne Burand, Pressesprecherin der Polizeidirektion Rostock, auf SVZ-Nachfrage. Die vier tatverdächtigen Güstrower, die zurzeit in der JVA Waldeck in Untersuchungshaft sitzen, werden dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet. Alle haben die Tat gestanden.

Die vier jungen Männer hatten den 42-jährigen geschädigten Güstrower nach einer Zechtour in seiner Wohnung in der Baustraße 26 bewusstlos geschlagen, ihn beklaut und schließlich die Vorhänge in Brand gesteckt. Der Mann konnte sich in letzter Minute retten, bevor das Haus komplett niederbrannte. Die gestohlenen Gegenstände wurden bei Hausdurchsuchungen bei den Tatverdächtigen von der Polizei entdeckt. "Dabei haben weitere Funde, wie zum Beispiel Musik-CD's und Fahnen, gezeigt, dass die Männer dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet werden können", so Yvonne Burand. Allerdings seien die Männer bisher nicht wegen rechtsextremer Taten aufgefallen oder gar vorbestraft.

Unterdessen laufen die Vernehmungen der einsitzenden Männer weiter, um den Tathergang genau rekonstruieren zu können, so die Polizeihauptkommissarin.

Jens Griesbach

Schweriner Volkszeitung-Güstrow

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